Bemerkungen zum Bestand und zur Okologie des Kolkraben, Corvus corax
DOI:
https://doi.org/10.21248/corax.v2.247Abstract
1. Die Bestandsaufnahme des Kolkraben, die von 376 Mitarbeitern unterstützt wurde, erbrachte 1965/66 in Schleswig-Holstein 192 Brutplätze.
2. Ein Überwiegen der Buche als Horstbaum bei 227 = 80 % von 300 Angaben spiegelt die fast einseitige Bewaldung im Hauptsiedlungsgebiet der östlichen Kreise wieder. Die Wahl des Horstbaumes richtet sich dank der Anpassungsfähigkeit des Raben nach den vorhandenen Waldtypen.
3. In den drei Jahren 1964-1966 wurden 70 Kolkraben tot in unserem Land aufgefunden. Als Hauptursache werden Vergiftungen durch Strychninphosphor-Eier angesehen. Die Aufzuchtergebnisse bei Ausfall eines Altvogels waren in vier von fünf Fällen bei verringerter Jungenzahl positiv.
4. Der Legebeginn einer möglichen Neuverpaarung innerhalb einer Brutperiode nach dem Tod des Partners und eines Nachgeleges lag um den 20. April.
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