Die Moore Schleswig-Holsteins und ihr Brutvogelbestand
DOI:
https://doi.org/10.21248/corax.v2.270Abstract
1. Angesichts der einleitend dargelegten Kultivierungsgeschichte der Moore Schleswig-Holsteins ist abzusehen, daß bei gleichbleibender intensiver Moorkultivierung in wenigen Jahren der Lebensraum unserer Moorvogelwelt so stark eingeengt sein wird, daß ein vollständiges Verschwinden der Moorvögel aus Schleswig-Holstein und im Falle des Bruchwasserläufers aus Deutschland unabwendbar sein wird.
2. Entsprechend ihrer unterschiedlichen Entstehungsgeschichte werden die Moore Schleswig-Holsteins in Niederungs- und Hochmoore unterteilt und letztere wiederum in drei Untertypen, entsprechend des abweichenden Meliorationszustandes und der damit verbundenen Unterschiede in Flora und Fauna. Die im Zeitraum von 1966 bis 1968 untersuchten Moore werden aufgeführt und nach obiger Einteilung klassifiziert.
3. Der spezielle Teil beinhaltet Angaben über Vorkommen, Verbreitung, Biotopansprüche und in Einzelfällen über Brutbiologie, Mauser und Zuggeschehen der besprochenen MoorvögeI. Quantitative Erhebungen über den Gesamtbestand wurden bei Bruchwasserläufer, Großer Brachvogel, Trauerseeschwalbe, Sturmmöwe, Sumpfohreule, Wiesenweihe und Kranich durdtgeführt.
4. Eine Reihe von Mooren wird für den Naturschutz vorgeschlagen, um der bedrohten Moorvogelwelt ein Refugium zu schaffen, in dem ungestörtes Brüten und Fortbestehen der einzelnen Arten ermöglicht wird. .
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