Rastbestandsentwicklung der Gänse an der schleswig-holsteinischen Wattenmeerküste von 1986 bis 2020

Autor/innen

  • Klaus Günther
  • Barbara Ganter
  • Benjamin Gnep
  • Helmut Kruckenberg

DOI:

https://doi.org/10.21248/corax.v25.156

Abstract

Von 1986 bis 2020 wurden im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zweimal im Monat während der Hochwasserphase bei Springtide in einem Großteil des Gebietes alle rastenden Gänse im Rahmen des Trilateralen Wattenmeer-Monitorings (TMAP) gezählt. Neben den Nationalparkbereichen und den Naturschutzkögen wurden auch die deichnahen Marschen im Binnenland mindestens bei wattenmeerweiten Synchronzählungen, in einigen Gebieten aber auch im Springtidenrhythmus im Winterhalbjahr erfasst.

Mit dem allgemeinen Populationswachstum fast aller Gänsearten während der letzten Jahrzehnte haben auch die Rastbestände an der schleswig-holsteinischen Wattenmeerküste deutlich zugenommen und erreichten in den letzten Jahren ihre bisherigen Maximalwerte. Der stärkste und weiter anhaltende Bestandsanstieg wurde bei den Weißwangengänsen Branta leucopsis auf 244.000 Individuen, ebenso bei den Graugänsen Anser anser mit bis zu 38.000 Individuen und den Blässgänsen Anser albifrons mit fast 14.000 Individuen registriert.

Die Dunkelbäuchigen Ringelgänse Branta bernicla bernicla zeigten nach ihrem Anstieg der Frühjahrsrastbestände bis Anfang der 1990er-Jahre auf maximal 131.000 Individuen einen deutlichen Rückgang und weitgehend konstante Rastbestände um etwa 80.000 Individuen während der letzten 20 Jahre.

Kurzschnabelgänse Anser brachyrhynchus sowie Tundrasaatgänse Anser serrirostris erscheinen im Winterhalbjahr nur lokal mit einigen Dutzend bis wenigen hundert Individuen an der Wattenmeerküste. Die seltenen Waldsaatgänse A. fabalis wurden nur in Eiswintern als Kälteflüchter mit bis zu 300 Individuen registriert.

Hellbäuchige Branta bernicla hrota und Schwarzbäuchige Ringelgänse B. b. nigricans sind regelmäßige Rastvögel in sehr geringer Anzahl unter den Dunkelbäuchigen Ringelgänsen. Die Hellbäuchigen Ringelgänse erschienen ebenfalls in Eiswintern als Kälteflüchter mit bis zu 150 Individuen. Wenige Rothalsgänse Branta ruficollis werden regelmäßig, meistens als Einzelvögel oder seltener mit bis zu 4 Exemplaren im Frühjahr und Herbst in den Schwärmen der Ringel- oder Weißwangengänse beobachtet. Die seltenen Zwerggänse Anser erythropus oder Neozoen wie Schnee- Anser caerulescens und Streifengänse Anser indicus wurden in den letzten Jahren kaum noch beobachtet.

Eine große Dynamik in der zeitlichen und räumlichen Verteilung zeigten vor allem die Weißwangengänse. Nach der über viele Jahre starken Konzentration auf Vorlandsalzwiesen entlang der Festlandsküste und binnendeichs gelegene Feuchtgebiete und Marschen haben sie ihre Verbreitung in den letzten 10 Jahren mit bis zu 60.000 Individuen auf die Halligen und Inseln ausgedehnt, wo die Ringelgänse ihren Verbreitungsschwerpunkt haben. Zudem haben die Weißwangengänse ihre Anwesenheit im Frühjahr in den letzten drei Jahrzehnten um 4–6 Wochen verlängert und ziehen nun überwiegend erst Mitte Mai in ihre arktischen Brutgebiete im Norden Russlands ab. Bei den anderen Gänsearten wurden keine auffälligen Veränderungen des zeitlichen Zuggeschehens beobachtet.

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15.02.2024

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Zitationsvorschlag

Günther, K. (2024) „Rastbestandsentwicklung der Gänse an der schleswig-holsteinischen Wattenmeerküste von 1986 bis 2020“, CORAX, 25(4), S. 517–556. doi:10.21248/corax.v25.156.