Eigenartiger Unfall eines Habichts (Accipiter gentilis)

Autor/innen

  • Paul Bohnsack Autor/in

DOI:

https://doi.org/10.21248/corax.v3.402

Abstract

Am 8. Juli 1970 fand ich im Sarzbüttler Wald unter einer ausgefaulten Höhlung im astfreien Stamm einer Zitterpappel, etwa 5 m hoch, den ausgetrockneten Kadaver eines Habicht-Männchens hängen. Eine nähere Untersuchung ergab folgendes: Die Höhlenöffnung hatte eine ovale Form (8 cm breit, 12 cm hoch). Ihr unterer Rand war nicht geschlossen, sondern von ihm verlief ein knapp 1 cm breiter, noch nicht von Rinde überwallter Spalt in ca. 20 cm Länge stammabwärts. An seinem Ende hing der Habicht mit einem Lauf oberhalb des Intertarsalgelenks eingeklemmt. Wer die eigentlichen Bewohner der Höhle gewesen waren, ließ sich nicht mehr ermitteln.

Der geschilderte Befund zeigt, daß der Habicht nach der Art des Waldkauzes offenbar auch Höhlenbrütern oder Kleinsäugern in der Höhle nachstellt, und hat mir außerdem nachträglich einen Hinweis gegeben, aus welchem Grunde eine im April 700 m vom Unfallort entfernt begonnene Habichtsbrut bald danach aufgegeben worden sein könnte.

Literaturhinweise

-

Downloads

Veröffentlicht

15.10.1971

Ausgabe

Rubrik

Artikel

Zitationsvorschlag

Bohnsack, P. (1971) „Eigenartiger Unfall eines Habichts (Accipiter gentilis)“, CORAX, 3(4), S. 199. doi:10.21248/corax.v3.402.