Late medieval registers of the proscribed

A contribution to the characterization of these sources based on materials from selected towns of the Teutonic order state in Prussia

Autor/innen

  • Paweł A. Jeziorski

DOI:

https://doi.org/10.21248/hgbll.2023.262

Abstract

Das Ziel dieses Beitrags ist es, auf charakteristische Merkmale spätmittelalterlicher Verfestetenregister aus preußischen Städten (14.–15. Jh.) aufmerksam zu machen. Die Recherche basiert auf Materialien aus Kulm / Chełmno, Elbing / Elbląg und Neustadt Thorn / Nowe Miasto Toruń. Der Beitrag versucht, die Relevanz der Forschungen zu Fragen wie z. B. der Genese der Register oder den charakteristischen Merkmalen ihrer Struktur nachzuweisen. Hervorgehoben wird auch die Bedeutung der Beschäftigung mit Löschungen der Proskriptionsvermerke. Beispielsweise könnte deren Fehlen auf stark veraltete Registerfragmente hindeuten, die aus einer älteren Quellengrundlage kopiert wurden. Darüber hinaus wird nachgewiesen, dass Register mit vielen gelöschten Einträgen in der Regel laufend ergänzt wurden, im Gegensatz zu jenen Registern, in denen der Prozentsatz gelöschter Proskriptionsvermerke viel kleiner ist. Es wird auch darauf hingewiesen, dass die auf den Registerkarten vorhandenen Ergänzungen und Löschungen sowie die Analyse der Anzahl der Proskriptionen in den einzelnen Jahren die Identifizierung unvollständiger (nicht kompletter) Teile des Registers erleichtern. Die im vorliegenden Text gemachten Beobachtungen zielen darauf ab, die Einschätzung des Glaubwürdigkeitsgrades eines jeden spätmittelalterlichen Verfestetenregisters und eine genauere Einschätzung ihrer Nutzbarkeit in der Forschung zu erleichtern. Sie machen auch begreiflich, dass jedes erhaltene Verfestetenregister mehr oder weniger unvollständiges Material enthält.

Veröffentlicht

2025-09-15