Zur Kritik der rituellen Vernunft

Autor/innen

  • Bernhard Streck

Abstract

Ausgangspunkt meiner Überlegungen sind drei jüngere Aufsätze von Thomas Hauschild, die alle auf eine originelle Weise das Prinzip Hoffnung der ethnologischen Ritualtheorie zurückzugeben beanspruchen und damit das oben zitierte Motto der heutigen Ritualforschung eigentlich Lügen strafen. Wir alle wissen, wie stark der Erwartungsdruck auf unserer Disziplin lastet, und in der gegenwärtigen Effizienzsteigerung der deutschen Hochschulen fällt es immer schwerer zuzugeben, daß Ethnologie sich eher mit Holzwegen als mit Auswegen beschäftigt. Ich werde also im Folgenden die sympathischen Argumente von Hauschild etwas umreißen, dann mit Hilfe von Rene Girard, Mario Erdheim und Ivo Strecker die Grundfesten der ethnologischen Ritualtheorie in Erinnerung rufen, um schließlich daraus einige Schlüsse für das neuzeitliche Ritualleben auch in der global formierten Gesellschaft zu ziehen.

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Veröffentlicht

2001-12-31